Wenn ich heute auf die letzten Jahre zurückblicke, merke ich, wie lange ich eigentlich im Stillstand gelebt habe. Nach außen sah mein Leben völlig in Ordnung aus: Es war gemütlich, sicher und vorhersehbar. Ich hatte meine Routinen, meine gewohnten Abläufe und immer genügend Gründe, warum jetzt gerade nicht der richtige Zeitpunkt für etwas Neues war.

Doch wenn ich ehrlich bin, steckte hinter vielen dieser Ausreden vor allem eine große Angst: die Angst, etwas Neues auszuprobieren und dabei nicht sofort gut zu sein. Die Vorstellung, Hilfe zu brauchen, etwas nicht allein zu schaffen oder zu merken, dass andere etwas besser können als ich, war mir unglaublich peinlich. Lieber blieb ich bei dem, was ich bereits konnte, auch wenn es mich längst nicht mehr wirklich erfüllte.

Dieses Leben fühlte sich lange sicher an. Heute weiß ich, dass es oft eher eine falsch erzeugte Sicherheit war: denn Sicherheit bedeutete für mich vor allem, keine Fehler zu machen, mich nicht zu blamieren und nicht sichtbar zu werden. Der Preis dafür war allerdings hoch: Mein Leben wurde immer vorhersehbarer, langweiliger und kleiner, obwohl ich mir innerlich eigentlich mehr gewünscht habe.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl. Du hast Träume, Ideen oder Wünsche, aber irgendetwas hält dich zurück. Du wartest darauf, dich sicherer zu fühlen, besser vorbereitet zu sein oder endlich das Gefühl zu haben, „gut genug“ zu sein.

Genau so hat sich Perfektionismus bei mir gezeigt. Nicht als der Wunsch, perfekte Dinge zu erschaffen, sondern als ständige Angst, unperfekt zu wirken.

Und vielleicht erkennst du dich in den folgenden Anzeichen wieder.

„Lass das Perfekte nicht den Feind des Guten sein.“

1. Du wartest auf den richtigen Zeitpunkt

Du möchtest endlich mit deinem Herzensprojekt beginnen, regelmäßig auf Social Media posten oder deinen eigenen Blog starten. Doch immer gibt es noch etwas, das vorher erledigt werden muss.

Die Website könnte schöner sein, das Logo fehlt noch, du möchtest erst mehr Wissen sammeln oder auf den perfekten Moment warten.

Dabei verschiebt sich dieser Moment immer weiter nach hinten. Aus Tagen werden Wochen und aus Wochen werden Monate. Im schlimmsten Fall passiert dann gar nichts mehr, nicht weil du faul bist, sondern weil du Angst hast, etwas Unvollkommenes zu zeigen.

2. Du überarbeitest alles unzählige Male

Du liest einen Text immer wieder durch, veränderst einzelne Wörter und bist trotzdem nie wirklich zufrieden. Vielleicht gestaltest du ein Bild und verschiebst dieselben Elemente immer wieder um wenige Millimeter. Oder du schreibst einen Beitrag, speicherst ihn als Entwurf und veröffentlichst ihn letztendlich doch nicht.

Während andere längst den nächsten Schritt gehen, beschäftigst du dich noch immer mit den letzten fünf Prozent. Nicht weil sie entscheidend wären, sondern weil sie sich sicherer anfühlen als das Veröffentlichen.

3. Du vergleichst dich ständig mit anderen

Du siehst Frauen, die scheinbar genau das leben, wovon du träumst. Sie wirken selbstbewusst, professionell. und erfolgreich. Und plötzlich erscheint dir alles, was du selbst erschaffen hast, unbedeutend.

Du vergisst dabei, dass du ihre fertigen Ergebnisse mit deinen ersten Schritten vergleichst. Und während du noch daran zweifelst, ob dein Beitrag gut genug ist, hat jemand anderes ihn bereits veröffentlicht und dadurch wertvolle Erfahrungen gesammelt.

4. Du hast Angst, Fehler zu machen

Der Gedanke, etwas falsch zu machen, fühlt sich für dich schwerer an als die Freude darüber, etwas Neues auszuprobieren. Eigentlich möchtest du insgeheim vermeiden, kritisiert zu werden. Du möchtest niemanden enttäuschen und am liebsten gar keinen Anlass bieten, bewertet zu werden. Deshalb entscheidest du dich oft lieber dafür, nichts zu tun.

Von außen wirkt das vielleicht wie Zurückhaltung. Tatsächlich steckt dahinter häufig die Sorge, den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden.

5. Du hast das Gefühl, nie gut genug zu sein

Ganz egal, was du erreichst – nach kurzer Zeit richtet sich dein Blick bereits auf das Nächste. Du freust dich kaum über Erfolge, weil sie sich sofort selbstverständlich anfühlen und stattdessen denkst du darüber nach, was du besser hättest machen können.

Dieses ständige Gefühl, noch mehr leisten zu müssen, sorgt dafür, dass du deinen eigenen Wert immer an Bedingungen knüpfst. „Erst wenn ich mehr weiß.“, „Erst wenn ich sicherer bin.“, „Erst wenn alles perfekt ist.“

Doch dieses „erst wenn“ verschiebt sich immer weiter.

6. Du machst dich selbst kleiner, als du bist

Vielleicht spielst du deine Erfolge herunter oder glaubst, dass andere sowieso besser sind. Du hältst deine Meinung zurück, obwohl du eigentlich etwas Wertvolles zu sagen hast. Meldest dich nicht zu Wort, weil du befürchtest, nicht kompetent genug zu wirken.

Dabei geht es längst nicht mehr darum, ob du etwas kannst. Es geht darum, ob du dir selbst erlaubst, sichtbar zu werden.

7. Du glaubst, Perfektion würde dich schützen

Viele Menschen glauben, Perfektionismus sei ihr Antrieb. Doch häufig ist er eher ein Schutzschild versteckt hinter dem Gedanken „Solange ich noch etwas verbessern kann, musst ich mich nicht zeigen. Solange noch etwas fehlt, musst du dich keiner Bewertung stellen. Perfektion vermittelt das Gefühl von Kontrolle.

Doch der Preis dafür ist hoch, denn während du darauf wartest, perfekt zu sein, zieht das Leben weiter.


Vielleicht erkennst du dich in mehr Punkten wieder, als dir lieb ist

Falls du beim Lesen immer wieder genickt hast, bist du damit nicht allein. Perfektionismus betrifft nicht nur Menschen, die alles ordentlich oder fehlerfrei machen möchten. Er betrifft vor allem diejenigen, die sich selbst ständig unter Druck setzen und glauben, erst etwas leisten zu müssen, bevor sie sich zeigen dürfen.

Das Schwierige daran ist, dass diese Gedanken mit der Zeit so selbstverständlich werden, dass wir sie kaum noch hinterfragen und sie irgendwann für die Wahrheit halten. Dabei sind sie oft nur alte Überzeugungen, die wir irgendwann übernommen haben.

Und genau dort beginnt Veränderung. Nicht indem du von heute auf morgen mutiger wirst oder plötzlich keine Angst mehr hast, sondern indem du verstehst, welche Gedanken dich klein halten und warum sie immer wieder auftauchen. Denn erst wenn du deine eigenen Muster erkennst, kannst du beginnen, sie nach und nach zu verändern.

Genau deshalb arbeite ich aktuell an einem Workbook, welches dich Schritt für Schritt durch diesen Prozess begleiten soll. Mit vielen Reflexionsfragen, Übungen und Impulsen möchte ich dir helfen, deine eigenen Muster sichtbar zu machen und den Perfektionismus Stück für Stück loszulassen – damit du aufhörst, dich selbst klein zu halten und anfängst, dir das Leben zu erlauben, das du dir wirklich wünschst.

Das Workbook wird schon bald erhältlich sein. Wenn du dieses Thema vertiefen möchtest, schau also gerne wieder vorbei oder folge mir auf Pinterest, damit du den Veröffentlichungsstart nicht verpasst.


Wenn du das Gefühl hast, dich in diesem Artikel wiedergefunden zu haben…

…dann möchte ich dir etwas mitgeben:

Ich habe es in einem Jahr geschafft, mein Denken neu zu strukturieren und meinen Fokus neu auszurichten. Ich habe beschlossen, dass ich ein Leben aus ganzem Herzen führen möchte. Und ich möchte andere Frauen dabei unterstützen, die das ebenfalls erreichen möchten. Lebendig. Frei. Echt.

Genau dafür habe ich mein Workbook „Sichtbarkeit“ entwickelt. Es ist der erste Teil der „Übe die Kunst, Sie zu sein“ Reihe, welches Tools und Reflexionsfragen beeinhaltet, die dir dabei helfen, Sichtbar zu werden und wieder mehr Raum einzunehmen.

Denn das Leben wartet nicht.

Die Frage ist nur: Wie lange möchtest du noch warten?

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Es hat einen Grund, weshalb du hier bist ~

Ich bin Angelina

Bei mir findest du Impulse und Inspiration rund um Persönlichkeitsentwicklung, Selbstvertrauen und Authentizität. Das Gefühl, unsichtbar zu sein, hat mich viele Jahre begleitet. Ich kenne die Zweifel und den Wunsch, endlich gesehen zu werden. Genau deshalb teile ich heute mein Wissen und meine Erfahrungen mit dir. Damit du aufhörst, dich anzupassen – und beginnst, die Frau zu sein, die du wirklich bist: frei, wild, unberechenbar und einzigartig.

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